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LeidFrei Christoph Müller

Warum dich Menschen im Stich lassen – und was das wirklich über DICH verrät



Weihnachten steht vor der Tür. Das Fest der Liebe, der Familie, der Harmonie. Doch wenn du ehrlich bist: Wie oft endeten diese Festtage schon in Enttäuschung? Der Partner, der wieder nicht zuhörte. Die Kinder, die nicht kamen. Der Freund, der absagte. Die Mutter, die wieder diese Bemerkung machte.


Du fühlst dich im Stich gelassen. Wieder einmal.


Ich weiss genau, wie sich das anfühlt. Denn auch mich haben Menschen im Stich gelassen, mein ganzes Leben lang. Und jedes Mal dachte ich: "Warum tun sie mir das an?"


Die brutale Wahrheit? Sie tun dir gar nichts an. Sie halten dir nur einen Spiegel vor.



Das Urlaubsparadox: Wenn das Wetter dein Glück bestimmt


Stell dir vor, du freust dich monatelang auf deinen Urlaub. Endlich Sonne, Strand, Erholung. Du stellst dir vor, wie du braungebrannt zurückkommst und allen zeigen kannst: Ich war weg, ich habe es mir gutgehen lassen.


Dann regnet es. Den ganzen Urlaub. Durchgehend.


Und was passiert? Du bist sauer auf das Wetter, auf das Hotel, auf die Welt. "Was für ein beschissener Urlaub!"


Aber Moment mal: Ist wirklich das Wetter schuld?


Nein. Du hast dein Glück vom Sonnenschein abhängig gemacht. Du hast erwartet, dass die Dinge so laufen, wie du sie dir ausmalst. Und als die Realität anders kam, warst du enttäuscht.


Eine Ent-Täuschung ist genau das: Das Ende einer Täuschung.


Die Täuschung war nie das Wetter. Die Täuschung war deine Erwartung, dass die Welt sich nach deinen Vorstellungen richten muss, damit du glücklich sein kannst.


Gerade an Weihnachten erleben das Tausende Menschen. Sie erwarten das perfekte Fest und sind dann enttäuscht, wenn die Realität nicht mitspielt.



6 Menschen, die mich im Stich liessen und was sie mir beibrachten


Auch ich wurde oft im Stich gelassen. Von Menschen, denen ich vertraute. Von Autoritäten, die helfen sollten. Von Experten, die versagten.


Hier sind 6 prägende Momente meines Lebens:


1. Mein Vater: Die Abwesenheit in Anwesenheit


Im Kindesalter war da mein Vater. Körperlich anwesend, energetisch abwesend. Seine Gedanken waren immer woanders. Ich kann mich nicht erinnern, dass er jemals mit mir spielte oder bastelte. Er war einfach nicht da.


Hätte ich ihn dafür verurteilen sollen? Nein. Er war mein Erzeuger, er schenkte mir mit meiner Mutter das Leben. Ihn zu verurteilen würde bedeuten, die eigenen Wurzeln abzuschneiden. Welche Pflanze lebt schon ohne Wurzeln? Keine.


Die Lektion: Ich lernte früh, dass ich mir selbst Aufmerksamkeit schenken muss.


2. Die Lehrerin: Scham statt Verständnis


Da war die Lehrerin, die mich in die Scham-Ecke stellte, weil ich einer Mitschülerin das Gesicht zerkratzte. Das Schreien der Mitschülerin? Das war im Grunde mein innerliches Schreien nach Liebe und Anerkennung.


Die Lektion: Mein Schmerz wurde nicht gesehen, also musste ich lernen, ihn selbst zu sehen.


3. Der Berater: Wenn Experten versagen


Im Erwachsenenalter beauftragte ich einen Berater für eine professionelle Analyse unseres Hauses. Es sollte unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit fördern. Das Gegenteil trat ein. Als ich Fehler in seiner Analyse erkannte und ihn kontaktierte, liess er alle Nachrichten unbeantwortet. Er verschwand einfach.


Die Lektion: Auch Experten sind Menschen, und manchmal musst du deine eigenen Antworten finden.


4. Richter und Anwälte: Wenn Gerechtigkeit ein Wort bleibt


Im Scheidungsprozess zerstörten Richter meine Ansicht von Recht und Ordnung. Sie liessen die Kinder in der Erstausbildung aussen vor. Die Anwälte liessen mich im Regen stehen. Erst im letzten Gerichtsverfahren wendete sich das Blatt.


Die Lektion: Das System schützt nicht immer, manchmal musst du für dich selbst kämpfen.


5. Der Chefarzt: Wenn Wirtschaft über Heilung steht


Als ich in der Burnout-Klinik den Chefarzt um tiefenpsychologische Behandlung bat, antwortete er: "Das tue ich nicht. Diese Therapieform wird von den Krankenversicherungen geringer vergütet als kognitive Verhaltenstherapie."


Die Lektion: Nicht jeder Arzt heilt, manche verwalten nur Symptome.


6. Der Hausarzt: Pillen statt Diagnostik


Ich hatte Schmerzen in der Blase und einen harten Bauch. Ich bat den Hausarzt um eine Ultraschalluntersuchung. Er bot mir stattdessen Blutdrucksenker und Antidepressiva an. Die Ultraschalluntersuchung verweigerte er, obwohl die Praxis sie auf ihrer Webseite anbot.

Es war mein erster und letzter Besuch dort.


Die Lektion: Niemand kennt deinen Körper besser als du selbst.



Was all diese Geschichten gemeinsam haben


Vielleicht hast auch du ähnliche Erfahrungen gemacht. Menschen, die nicht für dich da waren. Ärzte, die nicht halfen. Partner, die nicht verstanden. Kollegen, die dich fallen liessen.


Und jedes Mal hast du wahrscheinlich gedacht: "Warum tun die mir das an?"


Hier ist die unbequeme Wahrheit, die niemand dir sagen will:


Sie tun dir nichts an. Sie zeigen dir nur, wo du dich selbst im Stich lässt.


Wenn du erwartest, dass dein Vater für dich da ist, gibst du ihm die Macht über dein Wohlbefinden.

Wenn du erwartest, dass Ärzte dich heilen, gibst du ihnen die Verantwortung für deine Gesundheit.

Wenn du erwartest, dass dein Partner dich versteht, machst du dein Glück von ihm abhängig.


Aber weisst du was? Niemand kann für deine Gefühle verantwortlich sein. Nur du selbst.



Warum wir zu Weihnachten besonders oft enttäuscht werden


Gerade zu Weihnachten häufen sich diese Enttäuschungen. Warum? Weil wir an diesem Fest besonders viele Erwartungen haben:


Die Familie soll harmonisch sein (auch wenn sie es das ganze Jahr nicht war), alle sollen nett zueinander sein (auch wenn alte Konflikte schwelen), es soll "besinnlich" werden (während der Stress im Alltag weitergeht), und wir sollen uns geliebt fühlen (auch wenn wir uns selbst nicht lieben).


Merkst du das Muster?


Wir wollen, dass die Aussenwelt sich ändert, damit wir uns im Inneren besser fühlen. Aber so funktioniert das Leben nicht.



Der Teufelskreis: Urteilen, Widerstand, Erschöpfung


Wenn Menschen uns enttäuschen, tun wir meist Folgendes:


Wir urteilen: "Der ist ein Arschloch." "Die versteht mich einfach nicht." "Das System ist ungerecht." Dann leisten wir Widerstand, wir kämpfen gegen das, was ist. Wir wollen, dass es anders ist. Und schliesslich werden wir erschöpft, denn gegen eine Wand zu drücken, kostet unendlich viel Energie.


Wie kannst du handeln, wenn du gegen eine Wand drückst? Gar nicht.


Das ist der Punkt, an dem erfolgreiche Menschen wie du, Menschen, die gewohnt sind, Probleme zu lösen, plötzlich feststecken. Ihr habt alles versucht. Alle Ärzte besucht. Alle Therapien ausprobiert. Und nichts funktioniert.


Warum? Weil ihr an der falschen Stelle sucht.



Die Wahrheit, die dich frei macht (aber erst mal wehtut)


Hier kommt der Teil, den du vielleicht nicht hören willst, aber hören musst:


Du hast dich selbst im Stich gelassen.


Nicht dein Vater, nicht die Ärzte, nicht dein Partner. Sondern du selbst.

Du hast gelernt zu funktionieren, weil es sich sicher anfühlt. Du hast gelernt, die Erwartungen anderer zu erfüllen. Du hast gelernt, stark zu sein, durchzuhalten, weiterzumachen.


Aber wofür funktionierst du eigentlich noch?


Wenn wir nur noch funktionieren, leben wir nicht. Wir sind nicht bei uns selbst. Wir sind nicht in unserem Selbstwert.


Und dann wird der Körper krank. Er schreit: "Hey, schau mal her! Irgendetwas stimmt nicht!"


Dein Körper ist das einzige Problem, das du nicht mit Willenskraft lösen kannst.


Das ist der Moment, in dem erfolgreiche Menschen zu mir kommen. Nach dem zehnten erfolglosen Arztbesuch. Nach der dritten Burnout-Welle. Nach Jahren des Kämpfens.


Sie sagen: "Ich verstehe nicht, warum mein Körper nicht funktioniert."


Und ich antworte: "Dein Körper funktioniert perfekt. Er zeigt dir nur, dass du nicht mehr funktionieren sollst.“



Das Leben ist ein Spiel zwischen Licht und Schatten


In Wahrheit sind wir mit allem und jedem verbunden. Das Leben ist ein ständiges Spiel zwischen Licht und Schatten, zwischen Geben und Nehmen, zwischen Anspannung und Entspannung.


Wenn wir uns an eine Seite klammern, an das Positive, an die Kontrolle, an unsere Erwartungen, braucht das enorm viel Energie. Bis wir erschöpft zum Loslassen gezwungen werden.


Es sind unsere Ansichten, wie die Dinge sein sollten, die den Fluss blockieren.


Wenn wir jedoch das Spiel spielen, wenn wir aufhören zu kämpfen und anfangen zu tanzen, geschehen Dinge, die wir nie für möglich hielten. Wir müssen nur zulassen, unsere Sichtweise zu ändern.


Denn es gibt eigentlich keine Probleme. Nur Sichtweisen.



Was du jetzt tun kannst (besonders zu Weihnachten)


Weihnachten steht vor der Tür. Das Fest, an dem wir traditionell zusammenkommen, Geschenke austauschen und "besinnlich" sein sollen.


Hier ist meine Einladung an dich:


Nutze dieses Weihnachten nicht, um wieder zu funktionieren und Erwartungen zu erfüllen.

Nutze es, um dir selbst ehrlich zu begegnen.


Frage dich:


Welche Erwartungen habe ich an dieses Fest? Welche Erwartungen habe ich an meine Familie? Welche Erwartungen habe ich an mich selbst? Was würde passieren, wenn ich sie alle loslasse?


Und dann:


Lass sie los. Alle. Eine nach der anderen.


Erwarte nicht, dass deine Mutter sich ändert. Erwarte nicht, dass dein Vater plötzlich anders wird. Erwarte nicht, dass dein Partner dich auf magische Weise versteht.


Sei einfach da. Mit dem, was ist.


Wenn du das schaffst, wenn du auch nur für einen Moment aufhörst, gegen das zu kämpfen, was ist, wirst du etwas Erstaunliches entdecken:


Frieden.


Nicht, weil sich die Aussenwelt geändert hat. Sondern weil du aufgehört hast, von ihr zu verlangen, dass sie dich glücklich macht.



Mein Dank an die 6 Menschen, die mich im Stich liessen


Heute, mit Abstand, kann ich sagen: Ich bin dankbar für jeden einzelnen dieser 6 Menschen.


Mein Vater lehrte mich Selbstständigkeit. Die Lehrerin zeigte mir meinen Schmerz. Der Berater erinnerte mich daran, meiner eigenen Wahrheit zu vertrauen. Die Richter und Anwälte zeigten mir, dass ich für mich selbst einstehen muss. Der Chefarzt öffnete mir die Augen für die Grenzen des Systems. Der Hausarzt bestätigte, dass ich mein eigener bester Arzt bin.


Jeder von ihnen war ein Spiegel. Jeder von ihnen war ein Lehrer.


Nicht, weil sie mich unterstützten. Sondern gerade weil sie es nicht taten.


Sie zwangen mich, aufzuhören, im Aussen nach Lösungen zu suchen und endlich nach innen zu schauen.



Was 2025 dir gebracht hat und was 2026 bringen kann


Nun steht Weihnachten vor der Tür, und das Jahr 2025 neigt sich dem Ende zu.


Wenn du jetzt zurückblickst: Wie oft hast du dich im vergangenen Jahr im Stich gelassen gefühlt? Wie oft warst du enttäuscht? Wie oft hast du gegen das gekämpft, was ist?


Und vor allem: Wie viel Energie hat dich das gekostet?


An dieser Stelle danke ich von Herzen für all die Begegnungen und Menschen im vergangenen Jahr, denen ich ein Teil ihrer Geschichte sein und die ich ein Stück auf ihrem Weg begleiten durfte.


Ich wünsche dir schöne und erholsame Festtage. Zeit zum Ausatmen. Zeit, neue Energie zu tanken. Zeit, um mit Kraft und Freude ins neue Jahr zu starten.


Aber vor allem wünsche ich dir: Die Bereitschaft, deine Erwartungen loszulassen.


Denn dann, das verspreche ich dir, wird das Jahr 2026 einfacher, freudvoller und flüssiger.

Nicht, weil sich die Welt ändert. Sondern weil du aufhörst, von ihr zu verlangen, dass sie sich ändert.


Das ist wahre Freiheit.


Und falls du dabei Hilfe brauchst, falls du bereit bist, endlich aufzuhören, im Aussen nach Lösungen zu suchen, und anzufangen, die wahren Ursachen in dir selbst zu transformieren, dann weisst du, wo du mich findest.


Deine Zeit ist zu wertvoll, um weitere Jahre zu verschwenden.


Herzlich

Christoph



PS: Wenn du Hilfe beim Loslassen brauchst, stehe ich dir auch im neuen Jahr mit meiner vollen Energie zur Verfügung. Ruf einfach an oder schreibe mir (+41 79 902 36 17; hallo@leidfrei.com).


PPS: Mein Ratgeber braucht noch etwas Zeit. Der Illustrator für das Buchdesign ist krankheitsbedingt ausgefallen und hat den Auftrag zurückgegeben. Auch er hat mich im Stich gelassen, und auch das ist eine Lektion. Nun suche ich einen neuen Illustrator. Ich nehme jede Empfehlung dankend an.


PPPS: Der nächste Schattenarbeitskurs findet vom 21.-22. Februar 2026 in Thun statt. Nutze diese Gelegenheit, um dein volles Potenzial zu leben. Es hat noch Plätze. Infos und Anmeldung: https://bodyfeet.ch/ausbildungen-kurse/god5RZakeUOwhe8j4TYpWUM/schattenarbeit

 
 
 

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